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  • Kerber springt ins Achtelfinale - Siegemund verhindert Blamage
    Monday, 21. June 2021 21:24 o'clock

    Angelique Kerber hat bei ihrem Heimspiel in Bad Homburg souverän das Achtelfinale erreicht.

    Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin, die bei der Premiere des Rasenturniers im hessischen Kurort auch als Turnierbotschafterin fungiert, bezwang am Montagabend die russische Qualifikantin Jekaterina Jaschina 6:1, 6:1. Zuvor hatte Laura Siegemund eine blamable Erstrundenpleite nur mit viel Mühe verhindert.

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    "Es ist ein sehr besonderes und spezielles Turnier für mich", sagte Kerber, die nun gegen Anna Blinkowa (Russland) um ihr erst zweites Viertelfinale in diesem Jahr spielt und den Auftaktsieg sichtlich genoss: "Ich mache das immer noch mit Leidenschaft und liebe diesen Sport."

    Siegemund im deutschen Duell

    Für Siegemund kommt es im Achtelfinale zum deutschen Duell mit Tamara Korpatsch (Hamburg), das sie sich aber hart erarbeiten musste. Die 33-Jährige aus Metzingen setzte sich gegen die Weltranglisten-362. Riya Bhatia aus Indien, die die frühere US-Open-Siegerin Sloane Stephens (USA/Fußverletzung) kurzfristig ersetzt hatte, nach schwachem Start mit 2:6, 7:6 (7:2), 6:1 durch.

    "Es ist immer schwierig, wenn man plötzlich eine Gegnerin hat, auf die man gar nicht eingestellt war", sagte Siegemund: "Damit muss man umgehen können. Meine Vorbereitung war durchwachsen, deswegen war ich froh, dass ich ein bisschen Zeit hatte, reinzukommen. Es war nicht mein bestes Tennis, aber manchmal reicht es, einfach durchzukommen."

    Andrea Petkovic (Darmstadt) hatte bereits am Sonntag ihr Erstrundenmatch gewonnen. Ausgeschieden ist hingegen die Qualifikantin Anna Zaja (Stuttgart) durch eine 0:6, 4:6-Niederlage gegen die US-Amerikanerin Ann Li.

    Das Turnier im Bad Homburger Kurpark ist für die Spielerinnen der letzte Härtetest vor dem Rasen-Highlight in Wimbledon (ab 28. Juni). Schon im vergangenen Jahr hatte das Event an historischer Stätte Premiere feiern sollen, musste aber wegen der Corona-Pandemie ausfallen. 1876 wurde in Bad Homburg der erste Tennisklub auf dem europäischen Festland gegründet.

  • Corona-Schock! England isoliert Stars
    Monday, 21. June 2021 21:06 o'clock

    Corona-Schock bei der englischen Nationalmannschaft!

    Das Team von Nationalcoach Gareth Southgate muss voraussichtlich im letzten Gruppenspiel der EM am Dienstag gegen Tschechien auf Mason Mount und Ben Chilwell verzichten. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

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    Die beiden gelten als Kontaktpersonen von Schottlands Billy Gilmour, der nach der Battle of Britain am Freitag (0:0) positiv auf Corona getestet wurde. Mount, Chilwell und Gilmour spielen zusammen beim FC Chelsea in der Premier League.

    Ob Mount und Chilwell gegen die Tschechen spielen dürfen, blieb zunächst offen, sie werden derzeit vom Rest der Mannschaft ferngehalten. Alle anderen Spieler seien negativ getestet worden. Das teilte England offiziell mit. (Tabellen der EM)

    "Wir wissen es nicht im Moment, aber es gibt große Zweifel. Es gibt Diskussionen und Ermittlungen im Hintergrund. Wir werden es in den nächsten zwölf Stunden herausfinden", sagte Teammanager Gareth Southgate.

    Die Entscheidung über die Isolierung des Duos sei in Absprache mit den nationalen Gesundheitsbehörden getroffen worden. Man warte nun das weitere Entscheidungen ab und werde sich an das Corona-Protokoll der UEFA halten.

    Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

    Am Montagvormittag war bekannt geworden, dass Schottlands Shootingstar Gilmour positiv getestet wurde. Testreihen bei England hatte dagegen keinen positiven Befund hervorgebracht.

    Englands Entscheidung, Mount und Chilwell zu isolieren, sei daher zu diesem Zeitpunkt eine "Vorsichtsmaßnahme".

    Mit SID (Sport-Informations-Dienst)

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  • Wijnaldum überholt Holland-Legende
    Monday, 21. June 2021 21:06 o'clock

    Mit seinen beiden Toren zum 3:0 gegen Nordmazedonien hat Georginio Wijnaldum am Montagabend seine Treffer Nummer 24 und 25 für die niederländische -Nationalmannschaft erzielt.

    Damit passierte der 30-Jährige den früheren Bondscoach Marco van Basten und Dirk Kuyt, die jeweils 24 Tore für die Elftal machten.

    Wijnaldum zog mit seinem Doppelpack außerdem mit dem ehemaligen Bundesliga-Legionär Rafael van der Vaart gleich.

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    Um sich an die Spitze der Oranje-Torjägerliste zu setzen, müsste der scheidende Liverpool-Akteur seine Ausbeute verdoppeln.

    Die Rangliste führt der ehemalige Stürmerstar Robin van Persie mit 50 Toren an, es folgen der Ex-Schalker Klaas-Jan Huntelaar (42) und Patrick Kluivert (40). Wijnaldum und van der Vaart belegen mit ihren 25 Treffern den geteilten 14. Platz.

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  • Nordmazedoniens Trainer hört auf
    Monday, 21. June 2021 20:38 o'clock

    Nationaltrainer Igor Angelovski vom EM-Neuling Nordmazedonien hat nach dem Vorrunden-Aus seinen Rücktritt erklärt.

    "Mein Vertrag läuft am 31. Juli aus, und danach werde ich nicht mehr Trainer sein. Ich möchte allen für die letzten fünfeinhalb Jahre danken - den Spielern, aber auch meiner Frau und meinen Kindern. An diese Momente hier werde ich mich für den Rest meines Lebens erinnern", sagte der 45-Jährige nach dem 0:3 (0:1) gegen die Niederlande in Amsterdam.

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    Angelovski hatte das Team im Oktober 2015 übernommen und überraschend zur EM geführt. Dort schied Nordmazedonien nach Niederlagen gegen Österreich (1:3), die Ukraine (1:2) und die Niederlande (0:3) aus. "Wir können nicht enttäuscht sein, denn wir waren das erste Mal dabei. Wir haben quasi das Eis gebrochen. Ich bin glücklich, Teil davon gewesen zu sein", sagte Angelovski.

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  • Nie wieder derselbe? Hazard erklärt sich
    Monday, 21. June 2021 20:22 o'clock

    Eden Hazard ist fraglos ein enorm talentierter Fußballer.

    In Topform ist er auch einer der Besten, das hat er unter anderem in seiner letzten Saison beim FC Chelsea eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Seit seinem Wechsel zu Real Madrid ist er aber nur noch selten an sein altes Leistungsniveau herangekommen. 

    Auch bei der EM ist der belgische Nationalspieler noch nicht bei 100 Prozent, wie er selbst bei einer Pressekonferenz zugab. "Ich habe meine Qualitäten nie angezweifelt, aber es war fraglich, ob ich für die Euro vollständig fit sein würde." Entscheidend für seine teils wenig berauschenden Auftritte in den letzten Jahren seien die ständigen Verletzungen gewesen. 

    "Ich habe mich dreimal am Knöchel verletzt, es kann sein, dass es nie mehr so wird, wie vor zehn Jahren. So ist das Leben", sagte der 30-Jährige, der 2019 für 115 Millionen Euro nach Spanien ging, weiter. Er wolle vor allem für die K.o.-Phase der Belgier am Leistungslimit sein.

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    Das sagt Hazard zum Ramos-Abgang

    Und auch bei Real will er vorangehen. "Ich habe nicht viele gute Spiele bei Real Madrid gemacht, möchte jedoch auch dort ein Leader sein." Belgien führt er bereits als Kapitän an. Bei den Königlichen wird er die vakante Binde nach dem Abgang von Sergio Ramos aber wohl nie übernehmen.

    Dort wird der Spielführer für gewöhnlich nach Länge der Vereinszugehörigkeit vergeben. 

    Ramos' Abschied sieht Hazard mit Bedauern: "Ich wünsche ihm alles Gute, ich hätte gerne weiterhin mit ihm zusammengespielt. Ich habe zwei Jahre mit ihm verbracht, er ist ein Leader, ein Motivator, einer der besten Verteidiger der Geschichte. Ich hoffe, dass er auf dem Platz weiterhin viel Erfolg haben wird." 

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  • Nach Müller-Schock: Schlägt jetzt Goretzkas Stunde?
    Monday, 21. June 2021 20:14 o'clock

    Jetzt muss Joachim Löw umplanen!

    Thomas Müller steht nach SPORT1-Informationen für das dritte Gruppenspiel gegen Ungarn (EM 2021: Deutschland - Ungarn, Mittwoch ab 21 Uhr im LIVETICKER) aufgrund einer Kapselverletzung im Knie nicht zur Verfügung.

    Zwar hat der Bundestrainer noch latente Hoffnung auf den Einsatz des 31 Jahre alten Offensiv-Allrounders, doch insgeheim setzt sich Löw bereits mit einem Müller-Ersatz auseinander.

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    Wer sind die Alternativen?

    Goretzka traut sich Müller-Rolle zu

    Vor allem Leon Goretzka! Nach seinem überstandenen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel sammelte der Bayern-Star gegen Portugal seine ersten 20 Turnierminuten. Auf SPORT1-Nachfrage sagte er am Montag zu seinem möglichen Einsatz als Müller-Ersatz: "Ich traue mir diese Rolle zu. Diese Position habe ich in der Vergangenheit schon öfter gespielt. Ich bin bereit, der Mannschaft zu helfen."

    Wie es sich gehört, stellt Anführer Goretzka allerdings die Genesung seines Freundes und Mitspielers Müller in den Vordergrund: "Ich hoffe für uns alle, dass er fit ist und spielen kann!"

    Goretzka steht dennoch in den Startlöchern und brennt auf seinen Einsatz. "Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert, da geht nicht mehr viel", sagte er: "Ich fühle mich topfit. Für mich kann das Turnier jetzt losgehen."

    Eine weitere Alternative wäre Florian Neuhaus, der in bislang sechs Länderspiel-Auftritten einen starken Eindruck hinterlassen hat. Für ihn spricht zudem seine Torgefährlichkeit. Im Turnierverlauf kam er bislang aber noch nicht zum Einsatz.

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    Musiala eine unwahrscheinliche Option

    Bereit wäre auch Jamal Musiala. Das 18 Jahre alte Supertalent des FC Bayern stand allerdings noch nicht einmal im Spieltagskader bei der bisherigen EM, obwohl er nach SPORT1-Informationen topfit war. Im offensiven Mittelfeld fühlt sich Musiala aber zu Hause und zeigte dort bereits Top-Leistungen im Bayern-Dress. Dass ihn Löw nun direkt in die Startelf befördert, ist unwahrscheinlich.

    Sollte Löw Goretzka nicht bringen, könnten Timo Werner und Leroy Sané zu ihrem ersten Startelf-Einsatz bei der EM kommen. An der Seite von Serge Gnabry und Kai Havertz würde Löw dann voll auf Tempo und Dribblings setzen.

    Fakt ist: Der Müller-Ausfall schmerzt Löw. Zumal der Ur-Bayer auch als lautstarker Kommunikator eine wichtige Stütze des Teams ist. Top-Alternativen sind allerdings reichlich vorhanden.

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  • Depay liefert Show bei Pandev-Verabschiedung
    Monday, 21. June 2021 19:54 o'clock

    Die Niederlande haben auch in ihrem dritten EM-Spiel einen Sieg gefeiert.

    Gegen Nordmazedonien gewann das Team von Trainer Frank de Boer mit 3:0 und schloss die Gruppe C mit neun von neun Punkten ab. (Tabellen der EM)

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    Star der Partie war Memphis Depay, der das erste Tor selbst erzielte (24.) und die beiden weiteren durch Georginio Wijnaldum (52./58.) vorbereitete. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

    Emotional war indes der Moment der Auswechslung von Goran Pandev in der 69. Minute. Der 37-Jährige hatte sein letztes Spiel für die Nordmazedonier bestritten. Möglich ist ein komplettes Karriereende, da auch sein Vertrag beim FC Genua ausläuft. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

    Nordmazedonien, dessen Nationaltrainer Igor Angelovski nach dem Spiel seinen Rücktritt erklärte, beendet die EM auf Rang vier. Das Ausscheiden war schon vor der Partie klar gewesen.

    Oranje indes hatte den Gruppensieg schon vor der Partie sicher gehabt, im Achtelfinale geht es nun am Sonntag in Budapest gegen einen Gruppendritten - der theoretisch auch Deutschland heißen könnte.

    Wijnaldum: "Müssen besser sein"

    Wijnaldums Gedanken kreisten unmittelbar nach Spielende um den Auftritt in der Runde der besten 16.

    "Es war schwierig, konzentriert zu bleiben, weil es um nichts mehr ging. Gegen Nordmazedonien bekommen wir damit keine Probleme, bei einem anderen Gegner müssen wir uns stärker konzentrieren, etwas Anderes zeigen und besser sein", sagte der Doppeltorschütze im niederländischen Fernsehen.

    Dabei hatte de Boer vor dem Spiel volles Engagement seiner Spieler angekündigt: "Wir nehmen das Spiel todernst."

    Die Partie um die goldene Ananas - oder um "den Bart des Kaisers", so die niederländische Redewendung - lief dann auch von Beginn an in eine Richtung: Die Hausherren dominierten im untypischen und in den Niederlanden weiter umstrittenen 5-3-2 das Geschehen, die laufstarken Gäste lauerten auf Konter.

    Niederlande zunächst ideenlos

    Mehr Spielfreude strahlte das Oranje-Team aus, bis zum Strafraum kombinierte die Elftal teils nach Belieben - und blieb dann doch ideenlos. Gefährlicher war da zunächst der EM-Neuling mit seinen Nadelstichen.

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    Ein Treffer von Ivan Trickovski fand wegen Abseits keine Anerkennung (9.), später traf Aleksandar Trajkovski den Pfosten (22.).

    Kurz darauf ging aber der Favorit in Führung. Nordmazedoniens Star Goran Pandev verlor in seinem 122. und gleichzeitig letzten Länderspiel in einem harten Zweikampf den Ball, und nach einer schnellen Kombination traf Depay aus elf Metern mit links ins Tor. 

    Schon gegen die Ukraine (3:2) hatte der zuletzt für Lyon stürmende Depay das wichtige 1:0 erzielt.

    Kurz nach der Pause markierte auch Wijnaldum sein zweites EM-Tor - wieder nach einem Ballverlust von Pandev. Wenig später staubte der künftige PSG-Profi Wijnaldum gar zum 3:0 ab, damit war die Begegnung entschieden.

    Die Fans in der Arena ließen nun die Welle kreisen und feierten wenig später Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst, der Sekunden nach seiner Einwechslung die Latte traf (67.).

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  • Alabas historisches Achtelfinale! "Wir sind hier, um zu träumen"
    Monday, 21. June 2021 19:50 o'clock

    Kapitän David Alaba hat Österreich erstmals in seiner Fußball-Geschichte ins Achtelfinale der EM geführt. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

    Gegen die zuvor punktgleiche Ukraine siegte Austria mit (1:0) und zieht als Zweiter aus Gruppe C in die Runde der letzten 16 ein. Dort trifft die Mannschaft des deutschen Trainers Franco Foda am Samstag (21.00 Uhr) in Wembley auf den viermaligen Weltmeister Italien. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

    Der Hoffenheimer Christoph Baumgartner hatte Austria, das erstmals seit der WM 1982 die Vorrunde bei einem großen Turnier überstand, in der 21. Minute nach einer Ecke von Ex-Bayern-Star Alaba in Führung gebracht. Im Fünfmeterraum stocherte der offensive Mittelfeldspieler die scharfe Alaba-Flanke über die Linie. (Tabellen der EM)

    "Das fühlt sich sehr gut an, wir sind extrem happy, dass wir das geschafft haben", freute sich Alaba in der ARD und erklärte mit Blick auf den Achtelfinal-Kracher gegen Italien: "Man hat gesehen, was sie für eine überragende Gruppenphase gespielt haben. Aber wir sind hier, um zu träumen."

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    Alaba kurbelt für Österreich Spiel an

    Für Alaba war seine Torvorlage auch ein Stück Wiedergutmachung, nachdem er im 2. Gruppenspiel gegen die Niederlande (0:2) noch einen Elfmeter verursacht hatte. Der langjährige Bayern-Star, einer von neun Bundesligaspielern in der Startelf, hatte zuvor von einem "Finale" gesprochen: "Wir wollen gewinnen, um Geschichte zu schreiben."

    Er selbst begann erstmals bei diesem Turnier auf der linken Seite. In den ersten beiden Gruppenspielen gegen Nordmazedonien (3:1) und gegen die Niederlande (0:2) hatte Foda den künftigen Profi von Real Madrid überraschend in die Innenverteidigung beordert, seine offensiven Akzente fehlten so. 

    Auch diesmal war der 28-Jährige in der Defensive gefragt - als Gegenspieler des Ex-Dortmunders Andrej Yarmolenko, der schon zweimal für die Ukraine getroffen hatte. Doch Alaba, sonst in der Nationalmannschaft vorwiegend im Mittelfeld eingesetzt, kurbelte mit an.

    Österreich begann offensiv, weil für Platz zwei ein Sieg nötig war. Für mehr Durchschlagskraft im Angriff sollte Rückkehrer Marko Arnautovic sorgen. Der Angreifer war nach einer verbalen Entgleisung beim 3:1-Auftaktsieg gegen Nordmazedonien für ein Spiel gesperrt worden und hatte bei der Niederlage gegen die Niederlande (0:2) gefehlt.

    Alaba leitete mit seinem fünften Eckball die Führung ein, Baumgartner stand goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Der Lohn für eine starke Anfangsphase, in der die Österreicher eindeutig das Spiel bestimmten.

    "Ich kann es noch nicht ganz realisieren. Was noch dazukommt ist, dass mir der Schädel wehtut", sagte Torschütze Baumgartner im ORF: "Ich freue mich für ganz Österreich, ich hoffe, alle haben es genossen. Wir hatten eine schwierige Zeit hinter uns mit dem Corona-Dreck, also genießt es."

    Torschütze Baumgartner tragisch, Arnautovic versemmelt

    Bitter für Österreich: Schon in der 33. Minute musste der Torschütze Baumgartner ausgewechselt werden. Bei einem frühen Zusammenprall noch vor seinem Treffer zog sich der Hoffenheimer eine Kopfverletzung zu und wirkte später sichtlich benommen. Er wurde durch den Schalker Alessandro Schöpf ersetzt.

    Kurz vor der Pause hatte Rückkehrer Arnautovic gleich zwei Riesen-Chancen zum 2:0 vergeben. Erst setzte er eine Hereingabe des Schalkers Alessandro Schöpf aus 12 Metern neben das Tor (42.), wenig später landete ein missglückter Lupfer ungefährlich in den Armen von Keeper Georgi Bushchan (45.).

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    Lainer fast mit Eigentor

    Die ukrainischen Fans, die die überwiegende Mehrzahl unter den 13.000 Zuschauern im Nationalstadion ausmachten, durften vor allem nach der Pause einmal hoffen - dank Hilfe von Österreich:

    Stefan Lainer von RB Leipzig köpfte eine abgefälschte Freistoß-Flanke auf den eigenen Kasten, Keeper Daniel Bachmann klärte mit einer starken Reaktion.

    In der Schlussphase vergab Roman Yaremchuk (87.) aus spitzem Winkel noch eine gute Chance für die Ukrainer, die das Spiel aber nicht mehr drehen konnten.

    Die Niederlande untermauerten unterdessen durch ein 3:0 gegen Nordmazedonien im Parallelspiel ihren Gruppensieg, die Ukraine muss hoffen, als Gruppendritter noch ins Achtelfinale zu rutschen.

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    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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  • Corona-Schock! England isoliert Stars
    Monday, 21. June 2021 21:06 o'clock

    Corona-Schock bei der englischen Nationalmannschaft!

    Das Team von Nationalcoach Gareth Southgate muss voraussichtlich im letzten Gruppenspiel der EM am Dienstag gegen Tschechien auf Mason Mount und Ben Chilwell verzichten. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

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    Die beiden gelten als Kontaktpersonen von Schottlands Billy Gilmour, der nach der Battle of Britain am Freitag (0:0) positiv auf Corona getestet wurde. Mount, Chilwell und Gilmour spielen zusammen beim FC Chelsea in der Premier League.

    Ob Mount und Chilwell gegen die Tschechen spielen dürfen, blieb zunächst offen, sie werden derzeit vom Rest der Mannschaft ferngehalten. Alle anderen Spieler seien negativ getestet worden. Das teilte England offiziell mit. (Tabellen der EM)

    "Wir wissen es nicht im Moment, aber es gibt große Zweifel. Es gibt Diskussionen und Ermittlungen im Hintergrund. Wir werden es in den nächsten zwölf Stunden herausfinden", sagte Teammanager Gareth Southgate.

    Die Entscheidung über die Isolierung des Duos sei in Absprache mit den nationalen Gesundheitsbehörden getroffen worden. Man warte nun das weitere Entscheidungen ab und werde sich an das Corona-Protokoll der UEFA halten.

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    Am Montagvormittag war bekannt geworden, dass Schottlands Shootingstar Gilmour positiv getestet wurde. Testreihen bei England hatte dagegen keinen positiven Befund hervorgebracht.

    Englands Entscheidung, Mount und Chilwell zu isolieren, sei daher zu diesem Zeitpunkt eine "Vorsichtsmaßnahme".

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  • Wijnaldum überholt Holland-Legende
    Monday, 21. June 2021 21:06 o'clock

    Mit seinen beiden Toren zum 3:0 gegen Nordmazedonien hat Georginio Wijnaldum am Montagabend seine Treffer Nummer 24 und 25 für die niederländische -Nationalmannschaft erzielt.

    Damit passierte der 30-Jährige den früheren Bondscoach Marco van Basten und Dirk Kuyt, die jeweils 24 Tore für die Elftal machten.

    Wijnaldum zog mit seinem Doppelpack außerdem mit dem ehemaligen Bundesliga-Legionär Rafael van der Vaart gleich.

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    Um sich an die Spitze der Oranje-Torjägerliste zu setzen, müsste der scheidende Liverpool-Akteur seine Ausbeute verdoppeln.

    Die Rangliste führt der ehemalige Stürmerstar Robin van Persie mit 50 Toren an, es folgen der Ex-Schalker Klaas-Jan Huntelaar (42) und Patrick Kluivert (40). Wijnaldum und van der Vaart belegen mit ihren 25 Treffern den geteilten 14. Platz.

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  • Nordmazedoniens Trainer hört auf
    Monday, 21. June 2021 20:38 o'clock

    Nationaltrainer Igor Angelovski vom EM-Neuling Nordmazedonien hat nach dem Vorrunden-Aus seinen Rücktritt erklärt.

    "Mein Vertrag läuft am 31. Juli aus, und danach werde ich nicht mehr Trainer sein. Ich möchte allen für die letzten fünfeinhalb Jahre danken - den Spielern, aber auch meiner Frau und meinen Kindern. An diese Momente hier werde ich mich für den Rest meines Lebens erinnern", sagte der 45-Jährige nach dem 0:3 (0:1) gegen die Niederlande in Amsterdam.

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    Angelovski hatte das Team im Oktober 2015 übernommen und überraschend zur EM geführt. Dort schied Nordmazedonien nach Niederlagen gegen Österreich (1:3), die Ukraine (1:2) und die Niederlande (0:3) aus. "Wir können nicht enttäuscht sein, denn wir waren das erste Mal dabei. Wir haben quasi das Eis gebrochen. Ich bin glücklich, Teil davon gewesen zu sein", sagte Angelovski.

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  • Nie wieder derselbe? Hazard erklärt sich
    Monday, 21. June 2021 20:22 o'clock

    Eden Hazard ist fraglos ein enorm talentierter Fußballer.

    In Topform ist er auch einer der Besten, das hat er unter anderem in seiner letzten Saison beim FC Chelsea eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Seit seinem Wechsel zu Real Madrid ist er aber nur noch selten an sein altes Leistungsniveau herangekommen. 

    Auch bei der EM ist der belgische Nationalspieler noch nicht bei 100 Prozent, wie er selbst bei einer Pressekonferenz zugab. "Ich habe meine Qualitäten nie angezweifelt, aber es war fraglich, ob ich für die Euro vollständig fit sein würde." Entscheidend für seine teils wenig berauschenden Auftritte in den letzten Jahren seien die ständigen Verletzungen gewesen. 

    "Ich habe mich dreimal am Knöchel verletzt, es kann sein, dass es nie mehr so wird, wie vor zehn Jahren. So ist das Leben", sagte der 30-Jährige, der 2019 für 115 Millionen Euro nach Spanien ging, weiter. Er wolle vor allem für die K.o.-Phase der Belgier am Leistungslimit sein.

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    Das sagt Hazard zum Ramos-Abgang

    Und auch bei Real will er vorangehen. "Ich habe nicht viele gute Spiele bei Real Madrid gemacht, möchte jedoch auch dort ein Leader sein." Belgien führt er bereits als Kapitän an. Bei den Königlichen wird er die vakante Binde nach dem Abgang von Sergio Ramos aber wohl nie übernehmen.

    Dort wird der Spielführer für gewöhnlich nach Länge der Vereinszugehörigkeit vergeben. 

    Ramos' Abschied sieht Hazard mit Bedauern: "Ich wünsche ihm alles Gute, ich hätte gerne weiterhin mit ihm zusammengespielt. Ich habe zwei Jahre mit ihm verbracht, er ist ein Leader, ein Motivator, einer der besten Verteidiger der Geschichte. Ich hoffe, dass er auf dem Platz weiterhin viel Erfolg haben wird." 

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  • Nach Müller-Schock: Schlägt jetzt Goretzkas Stunde?
    Monday, 21. June 2021 20:14 o'clock

    Jetzt muss Joachim Löw umplanen!

    Thomas Müller steht nach SPORT1-Informationen für das dritte Gruppenspiel gegen Ungarn (EM 2021: Deutschland - Ungarn, Mittwoch ab 21 Uhr im LIVETICKER) aufgrund einer Kapselverletzung im Knie nicht zur Verfügung.

    Zwar hat der Bundestrainer noch latente Hoffnung auf den Einsatz des 31 Jahre alten Offensiv-Allrounders, doch insgeheim setzt sich Löw bereits mit einem Müller-Ersatz auseinander.

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    Wer sind die Alternativen?

    Goretzka traut sich Müller-Rolle zu

    Vor allem Leon Goretzka! Nach seinem überstandenen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel sammelte der Bayern-Star gegen Portugal seine ersten 20 Turnierminuten. Auf SPORT1-Nachfrage sagte er am Montag zu seinem möglichen Einsatz als Müller-Ersatz: "Ich traue mir diese Rolle zu. Diese Position habe ich in der Vergangenheit schon öfter gespielt. Ich bin bereit, der Mannschaft zu helfen."

    Wie es sich gehört, stellt Anführer Goretzka allerdings die Genesung seines Freundes und Mitspielers Müller in den Vordergrund: "Ich hoffe für uns alle, dass er fit ist und spielen kann!"

    Goretzka steht dennoch in den Startlöchern und brennt auf seinen Einsatz. "Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert, da geht nicht mehr viel", sagte er: "Ich fühle mich topfit. Für mich kann das Turnier jetzt losgehen."

    Eine weitere Alternative wäre Florian Neuhaus, der in bislang sechs Länderspiel-Auftritten einen starken Eindruck hinterlassen hat. Für ihn spricht zudem seine Torgefährlichkeit. Im Turnierverlauf kam er bislang aber noch nicht zum Einsatz.

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    Musiala eine unwahrscheinliche Option

    Bereit wäre auch Jamal Musiala. Das 18 Jahre alte Supertalent des FC Bayern stand allerdings noch nicht einmal im Spieltagskader bei der bisherigen EM, obwohl er nach SPORT1-Informationen topfit war. Im offensiven Mittelfeld fühlt sich Musiala aber zu Hause und zeigte dort bereits Top-Leistungen im Bayern-Dress. Dass ihn Löw nun direkt in die Startelf befördert, ist unwahrscheinlich.

    Sollte Löw Goretzka nicht bringen, könnten Timo Werner und Leroy Sané zu ihrem ersten Startelf-Einsatz bei der EM kommen. An der Seite von Serge Gnabry und Kai Havertz würde Löw dann voll auf Tempo und Dribblings setzen.

    Fakt ist: Der Müller-Ausfall schmerzt Löw. Zumal der Ur-Bayer auch als lautstarker Kommunikator eine wichtige Stütze des Teams ist. Top-Alternativen sind allerdings reichlich vorhanden.

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  • Depay liefert Show bei Pandev-Verabschiedung
    Monday, 21. June 2021 19:54 o'clock

    Die Niederlande haben auch in ihrem dritten EM-Spiel einen Sieg gefeiert.

    Gegen Nordmazedonien gewann das Team von Trainer Frank de Boer mit 3:0 und schloss die Gruppe C mit neun von neun Punkten ab. (Tabellen der EM)

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    Star der Partie war Memphis Depay, der das erste Tor selbst erzielte (24.) und die beiden weiteren durch Georginio Wijnaldum (52./58.) vorbereitete. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

    Emotional war indes der Moment der Auswechslung von Goran Pandev in der 69. Minute. Der 37-Jährige hatte sein letztes Spiel für die Nordmazedonier bestritten. Möglich ist ein komplettes Karriereende, da auch sein Vertrag beim FC Genua ausläuft. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

    Nordmazedonien, dessen Nationaltrainer Igor Angelovski nach dem Spiel seinen Rücktritt erklärte, beendet die EM auf Rang vier. Das Ausscheiden war schon vor der Partie klar gewesen.

    Oranje indes hatte den Gruppensieg schon vor der Partie sicher gehabt, im Achtelfinale geht es nun am Sonntag in Budapest gegen einen Gruppendritten - der theoretisch auch Deutschland heißen könnte.

    Wijnaldum: "Müssen besser sein"

    Wijnaldums Gedanken kreisten unmittelbar nach Spielende um den Auftritt in der Runde der besten 16.

    "Es war schwierig, konzentriert zu bleiben, weil es um nichts mehr ging. Gegen Nordmazedonien bekommen wir damit keine Probleme, bei einem anderen Gegner müssen wir uns stärker konzentrieren, etwas Anderes zeigen und besser sein", sagte der Doppeltorschütze im niederländischen Fernsehen.

    Dabei hatte de Boer vor dem Spiel volles Engagement seiner Spieler angekündigt: "Wir nehmen das Spiel todernst."

    Die Partie um die goldene Ananas - oder um "den Bart des Kaisers", so die niederländische Redewendung - lief dann auch von Beginn an in eine Richtung: Die Hausherren dominierten im untypischen und in den Niederlanden weiter umstrittenen 5-3-2 das Geschehen, die laufstarken Gäste lauerten auf Konter.

    Niederlande zunächst ideenlos

    Mehr Spielfreude strahlte das Oranje-Team aus, bis zum Strafraum kombinierte die Elftal teils nach Belieben - und blieb dann doch ideenlos. Gefährlicher war da zunächst der EM-Neuling mit seinen Nadelstichen.

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    Ein Treffer von Ivan Trickovski fand wegen Abseits keine Anerkennung (9.), später traf Aleksandar Trajkovski den Pfosten (22.).

    Kurz darauf ging aber der Favorit in Führung. Nordmazedoniens Star Goran Pandev verlor in seinem 122. und gleichzeitig letzten Länderspiel in einem harten Zweikampf den Ball, und nach einer schnellen Kombination traf Depay aus elf Metern mit links ins Tor. 

    Schon gegen die Ukraine (3:2) hatte der zuletzt für Lyon stürmende Depay das wichtige 1:0 erzielt.

    Kurz nach der Pause markierte auch Wijnaldum sein zweites EM-Tor - wieder nach einem Ballverlust von Pandev. Wenig später staubte der künftige PSG-Profi Wijnaldum gar zum 3:0 ab, damit war die Begegnung entschieden.

    Die Fans in der Arena ließen nun die Welle kreisen und feierten wenig später Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst, der Sekunden nach seiner Einwechslung die Latte traf (67.).

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  • Alabas historisches Achtelfinale! "Wir sind hier, um zu träumen"
    Monday, 21. June 2021 19:50 o'clock

    Kapitän David Alaba hat Österreich erstmals in seiner Fußball-Geschichte ins Achtelfinale der EM geführt. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

    Gegen die zuvor punktgleiche Ukraine siegte Austria mit (1:0) und zieht als Zweiter aus Gruppe C in die Runde der letzten 16 ein. Dort trifft die Mannschaft des deutschen Trainers Franco Foda am Samstag (21.00 Uhr) in Wembley auf den viermaligen Weltmeister Italien. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

    Der Hoffenheimer Christoph Baumgartner hatte Austria, das erstmals seit der WM 1982 die Vorrunde bei einem großen Turnier überstand, in der 21. Minute nach einer Ecke von Ex-Bayern-Star Alaba in Führung gebracht. Im Fünfmeterraum stocherte der offensive Mittelfeldspieler die scharfe Alaba-Flanke über die Linie. (Tabellen der EM)

    "Das fühlt sich sehr gut an, wir sind extrem happy, dass wir das geschafft haben", freute sich Alaba in der ARD und erklärte mit Blick auf den Achtelfinal-Kracher gegen Italien: "Man hat gesehen, was sie für eine überragende Gruppenphase gespielt haben. Aber wir sind hier, um zu träumen."

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    Alaba kurbelt für Österreich Spiel an

    Für Alaba war seine Torvorlage auch ein Stück Wiedergutmachung, nachdem er im 2. Gruppenspiel gegen die Niederlande (0:2) noch einen Elfmeter verursacht hatte. Der langjährige Bayern-Star, einer von neun Bundesligaspielern in der Startelf, hatte zuvor von einem "Finale" gesprochen: "Wir wollen gewinnen, um Geschichte zu schreiben."

    Er selbst begann erstmals bei diesem Turnier auf der linken Seite. In den ersten beiden Gruppenspielen gegen Nordmazedonien (3:1) und gegen die Niederlande (0:2) hatte Foda den künftigen Profi von Real Madrid überraschend in die Innenverteidigung beordert, seine offensiven Akzente fehlten so. 

    Auch diesmal war der 28-Jährige in der Defensive gefragt - als Gegenspieler des Ex-Dortmunders Andrej Yarmolenko, der schon zweimal für die Ukraine getroffen hatte. Doch Alaba, sonst in der Nationalmannschaft vorwiegend im Mittelfeld eingesetzt, kurbelte mit an.

    Österreich begann offensiv, weil für Platz zwei ein Sieg nötig war. Für mehr Durchschlagskraft im Angriff sollte Rückkehrer Marko Arnautovic sorgen. Der Angreifer war nach einer verbalen Entgleisung beim 3:1-Auftaktsieg gegen Nordmazedonien für ein Spiel gesperrt worden und hatte bei der Niederlage gegen die Niederlande (0:2) gefehlt.

    Alaba leitete mit seinem fünften Eckball die Führung ein, Baumgartner stand goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Der Lohn für eine starke Anfangsphase, in der die Österreicher eindeutig das Spiel bestimmten.

    "Ich kann es noch nicht ganz realisieren. Was noch dazukommt ist, dass mir der Schädel wehtut", sagte Torschütze Baumgartner im ORF: "Ich freue mich für ganz Österreich, ich hoffe, alle haben es genossen. Wir hatten eine schwierige Zeit hinter uns mit dem Corona-Dreck, also genießt es."

    Torschütze Baumgartner tragisch, Arnautovic versemmelt

    Bitter für Österreich: Schon in der 33. Minute musste der Torschütze Baumgartner ausgewechselt werden. Bei einem frühen Zusammenprall noch vor seinem Treffer zog sich der Hoffenheimer eine Kopfverletzung zu und wirkte später sichtlich benommen. Er wurde durch den Schalker Alessandro Schöpf ersetzt.

    Kurz vor der Pause hatte Rückkehrer Arnautovic gleich zwei Riesen-Chancen zum 2:0 vergeben. Erst setzte er eine Hereingabe des Schalkers Alessandro Schöpf aus 12 Metern neben das Tor (42.), wenig später landete ein missglückter Lupfer ungefährlich in den Armen von Keeper Georgi Bushchan (45.).

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    Lainer fast mit Eigentor

    Die ukrainischen Fans, die die überwiegende Mehrzahl unter den 13.000 Zuschauern im Nationalstadion ausmachten, durften vor allem nach der Pause einmal hoffen - dank Hilfe von Österreich:

    Stefan Lainer von RB Leipzig köpfte eine abgefälschte Freistoß-Flanke auf den eigenen Kasten, Keeper Daniel Bachmann klärte mit einer starken Reaktion.

    In der Schlussphase vergab Roman Yaremchuk (87.) aus spitzem Winkel noch eine gute Chance für die Ukrainer, die das Spiel aber nicht mehr drehen konnten.

    Die Niederlande untermauerten unterdessen durch ein 3:0 gegen Nordmazedonien im Parallelspiel ihren Gruppensieg, die Ukraine muss hoffen, als Gruppendritter noch ins Achtelfinale zu rutschen.

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    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

  • EM-Ticker: Corona-Schock bei England - Spieler isoliert
    Monday, 21. June 2021 19:41 o'clock
    • Top-Thema: England-Duo isoliert (19.32 Uhr)
    • Schiedsrichter für deutsche Partie steht fest (11.12 Uhr)
    • Shevchenko warnt vor Österreich (So., 17.43 Uhr)

    +++ Top-Thema: England muss auf Chelsea-Duo verzichten (19.32 Uhr) +++

    Corona-Schock bei der englischen Nationalmannschaft!

    Das Team von Nationalcoach Gareth Southgate muss voraussichtlich im letzten Gruppenspiel der EM am Dienstag gegen Tschechien auf Mason Mount und Ben Chilwell verzichten.

    Die beiden gelten als Kontaktpersonen von Schottlands Billy Gilmour, der nach der Battle of Britain am Freitag (0:0) positiv auf Corona getestet wurde. Mount, Chilwell und Gilmour spielen zusammen beim FC Chelsea in der Premier League.

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    Ob Mount und Chilwell gegen die Tschechen spielen dürfen, blieb zunächst offen, sie werden derzeit vom Rest der Mannschaft ferngehalten. Alle anderen Spieler seien negativ getestet worden. Das teilte England offiziell mit. (Tabellen der EM)

    "Wir wissen es nicht im Moment, aber es gibt große Zweifel. Es gibt Diskussionen und Ermittlungen im Hintergrund. Wir werden es in den nächsten zwölf Stunden herausfinden", sagte Teammanager Gareth Southgate.

    Die Entscheidung über die Isolierung des Duos sei in Absprache mit den nationalen Gesundheitsbehörden getroffen worden. Man warte nun das weitere Entscheidungen ab und werde sich an das Corona-Protokoll der UEFA halten.

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    Am Montagvormittag war bekannt geworden, dass Schottlands Shootingstar Gilmour positiv getestet wurde. Testreihen bei England hatte dagegen keinen positiven Befund hervorgebracht.

    Englands Entscheidung, Mount und Chilwell zu isolieren, sei daher zu diesem Zeitpunkt eine "Vorsichtsmaßnahme".

    +++ 20.42 Uhr: Italiens Ministerpräsident gegen Finale in London +++

    Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat sich aufgrund der ansteigenden Coronafallzahlen in England gegen ein Finale der Fußball-Europameisterschaft in London ausgesprochen. "Ich bin dafür, dass das Finale nicht in einem Land stattfindet, in dem das Infektionsrisiko natürlich sehr hoch ist", sagte Draghi am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Für den britischen Premierminister Boris Johnson sei wichtig, das Land "sicher vor COVID" zu halten, erklärte er am Freitag. Eine Quelle bestätigte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Option offen halte, das Halbfinale und das Finale nach Budapest zu verlegen.

    In Großbritannien breitet sich seit einigen Tagen die hoch ansteckende Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, aus und hat zu einem erneut starken Anstieg an Neuinfektionen gesorgt.

    +++ 18.03 Uhr: Tschechien zuversichtlich vor Duell gegen England +++

    Der tschechische Bundesligaprofi Vladimir Darida traut seiner Mannschaft beim EM-Vorrundenduell mit England am Dienstag eine Überraschung zu. "Sie sind sehr starke Gegner. Aber sie spielen aktuell nicht so stark wie in der Qualifikation, das wollen wir nutzen", sagte der Mittelfeldspieler von Hertha BSC. In der Qualifikation war Tschechien in Wembley mit 0:5 unter die Räder gekommen - dies liegt aber mehr als zwei Jahre zurück.

    Am Dienstag "werden Selbstvertrauen und Form entscheiden", mutmaßte Darida: "Wir treten mutig auf. Wenn wir die Gruppe gewinnen, wäre das ein großer Erfolg. Es wäre toll, weiter hier in Wembley zu spielen." Um zum Abschluss der Gruppe D ganz oben zu stehen und damit ein Achtelfinale am 29. Juni ebenfalls im Wembley-Stadion zu bestreiten, genügt Tschechien ein Unentschieden.

    "Wir haben es in der Hand, wir wollen es selbst erledigen und nicht auf andere angewiesen sein", sagte Darida. Rechenspielchen gebe es bei den Tschechen nicht, obwohl der Sieger der Gruppe D im Achtelfinale auf den Zweiten der deutschen Gruppe F trifft. Neben der DFB-Auswahl wären also auch Weltmeister Frankreich oder Titelverteidiger Portugal mögliche Gegner.

    Nationaltrainer Jaroslav Silhavy wollte sich zu möglichen Kontrahenten in der K.o.-Runde nicht äußern, seine Konzentration gilt England. "Ich glaube, dass sich England im Laufe des Turniers steigern wird. Natürlich sind sie unter Druck. Sie werden hungrig sein und angreifen. Damit müssen wir umgehen", sagte der Trainer, der großen Respekt vor dem in der Kritik stehenden Harry Kane hat. Englands Kapitän sei "ein hervorragender und sehr schlauer Stürmer". Sein Team dürfe Kane "keinen Platz geben und versuchen, ihn zu neutralisieren." 

    +++ 16.52 Uhr: Orban schwärmt vom DFB-Team +++

    Ungarns Abwehrspieler Willi Orban schätzt die deutsche Nationalmannschaft vor dem entscheidenden EM-Gruppenspiel am Mittwoch in München hoch ein. "Ich glaube, dass in der Gruppe Deutschland aktuell die kompletteste Mannschaft ist", sagte der Verteidiger von RB Leipzig am Montag im ungarischen EM-Quartier bei Budapest. 

    Bei den Stärken der Deutschen geriet Orban regelrecht ins Schwärmen. "Sie haben eine unheimlich gute Mentalität, sind sehr gut organisiert", so der 28-Jährige: "Hinzu kommt individuelle Einzelspieler-Qualität, die auch herausragend ist. Gerade auch das Pressing ist außergewöhnlich."

    In der Gruppe F führt Weltmeister Frankreich mit vier Punkten vor Portugal und Deutschland, die beide auf drei Zähler kommen. Ungarn ist mit einem Punkt Letzter, hat aber bei einem Sieg gegen Deutschland noch Chancen auf das Achtelfinale. Im Parallelspiel am Mittwoch treffen die Portugiesen und Franzosen in Budapest aufeinander.

    Etwas Besonderes ist das Spiel gegen Deutschland auch für Orban persönlich. "Für mich ist es natürlich ein spezielles Spiel, weil ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin", sagte er. Orban freute sich zudem, dass Ungarn trotz der starken Gegner noch Möglichkeiten besitzt, die K.o.-Runde zu erreichen. "Aus meiner Sicht gab es bei einer EM noch nie eine schwierigere Gruppe, als wir sie haben", sagte er.

    +++ 11.12 Uhr: Schiedsrichter für deutsche Partie steht fest +++

    Der russische Schiedsrichter Sergej Karassew pfeift das dritte EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch (EM 2021: Deutschland - Ungarn, Mittwoch ab 21 Uhr im LIVETICKER) in München gegen Ungarn. Das gab die UEFA am Montag bekannt.

    An ein Spiel unter Leitung des 42-Jährigen hat die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw keine gute Erinnerung. Karassew war beim peinlichen 1:2 in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien Ende März im Einsatz.

    Bei der EM 2020 leitete Karassew bisher ein Spiel. Beim 3:0-Erfolg von Italien gegen die Schweiz hatte er wenig Mühe und verhängte nur zwei Gelbe Karten.

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    Sonntag, 20. Juni 2021

    +++ 17.09 Uhr: Arnautovic kehrt bei Österreich zurück +++

    Der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic kehrt im "Finale" um den Einzug ins EM-Achtelfinale gegen die Ukraine in die Startelf zurück. Wie der deutsche Teamchef Franco Foda mitteilte, wird Arnautovic am Montag im abschließenden Spiel der Gruppe C in Bukarest von Beginn an spielen.

    "Er wird spielen. Wir haben es so entschieden und wollten das heute auch kommunizieren", sagte Foda. ÖFB-Kapitän David Alaba freute sich über die Entscheidung. "Dass Marko ein wichtiger Spieler für uns ist, ist kein Geheimnis. Marko besitzt die Qualität, Spiele zu entscheiden", sagte der langjährige Star von Bayern München.

    Arnautovic hatte gegen die Niederlande (0:2) gefehlt, weil er im Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) beim Torjubel einen Gegenspieler beleidigt hatte. Wegen einer Oberschenkelverletzung im Vorfeld war er erst in der zweiten Hälfte eingewechselt worden. 

    Alaba wolle gegen die Ukraine das Spiel gewinnen, "um Geschichte zu schreiben". Noch nie hatte Österreich den Sprung in die EM-K.o.-Runde geschafft. "Wir haben ein Finalspiel und werden alles unternehmen, es für uns zu entscheiden", ergänzte Foda.

    Beide Teams haben jeweils drei Punkte auf dem Konto, die Ukraine liegt aufgrund der höheren Anzahl an geschossenen Toren auf Platz zwei. Arnautovic hatte zuletzt im November 2020 in der Nations League gegen Norwegen (1:1) von Beginn an gespielt.

    +++ 16.45 Uhr: München will Zeichen für Toleranz senden - Ermittlungen gegen ungarische Fans +++

    Vor dem dritten und letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2021 gegen Ungarn will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ein Zeichen setzen. 

    Der SPD-Politiker plädiert dafür, das Stadion in der bayrischen Landeshauptstadt, in dem das DFB-Team am Mittwoch ein weiteres Mal auftritt, in den Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Als Symbol für "Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", wie es eine Sprecherin des OB gegenüber der dpa ausdrückte. 

    Reiter will so gegen homophobe Politik von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban zum Protest animieren. Entscheiden muss die UEFA, der Reiter einen Brief schreiben wolle. Der europäische Vorband reagierte zunächst nicht auf den Vorstoß.

    In Ungarn wurde unter der Woche ein Gesetz verabschiedet, dass Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt, wohl auf Antreiben Orbans. 

    Eine Antwort bleibt die UEFA in ihrer Rolle als Entscheidungsinstanz zwar noch schuldig, weil sie erst das offizielle Gesuch von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter abwarten will - an anderer Stelle ist die UEFA am Sonntag aber aktiv geworden. Der Verband wird Berichte über Diskriminierungen am EM-Spielort Budapest untersuchen und hat eigens dafür einen Ermittler eingesetzt.

    Bei den bisherigen Partien der Ungarn in Budapest (0:3 gegen Portugal und 1:1 gegen Frankreich) war die berüchtigte "Carpathian Brigade" im Stadion in Erscheinung getreten. Der schwarz gekleidete Mob wird von Experten als paramilitärische Gruppierung eingeschätzt, die aus Neonazis besteht. Laut diverser Berichte sollen die Mitglieder der Brigade durch homophobe und rassistische Äußerungen aufgefallen sein, auch der Hitlergruß sei gezeigt worden.

    Sollten sich die "Problemfans" auf den Weg nach München machen, droht der bayrischen Landeshauptstadt am Mittwoch ein massives Sicherheitsproblem - trotz der 1000 Polizisten, die im Einsatz sein werden. Das bayrische Innenministerium ließ bis Sonntagnachmittag eine SID-Anfrage unbeantwortet, wie auf eine Einreise ungarischer Nazis und eine mögliche Gefahrenlage reagiert werden soll.

    Die Frage der Regenbogen-Arena soll Anfang der Woche geklärt werden. Am Montag möchte Reiter der UEFA den fraktionsübergreifenden Antrag des Stadtrats unterbreiten, wonach die bunte Arena "ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBTI Community in Ungarn" setzen soll.

    +++ 13.38 Uhr: Frankreich-Stars angefeindet +++

    Unschöne Szenen beim Spiel zwischen Frankreich und Ungarn. Einzelne Spieler der französischen Nationalmannschaft sind während der Partie von einigen Zuschauern angefeindet worden. 

    So waren am Samstag bei Ballkontakten von Kylian Mbappé offenbar immer wieder Affenlaute aus dem Publikum zu hören. Das berichtete ein Reporter der dpa. Auch Stürmer Karim Benzema wurde vereinzelt beschimpft.

    Portugiesischen Medien zufolge hatten bereits einzelne Zuschauer im ersten Spiel in der ungarischen Puskas Arena Superstar Cristiano Ronaldo übel beleidigt. Sowohl gegen Portugal als auch gegen Frankreich saßen mehr als 55.000, vor allem ungarische, Fans auf den Tribünen.

    +++ 10.55 Uhr: Hazard fällt aus +++

    Belgien muss im letzten EM-Vorrundenspiel am Montag gegen Finnland auf Thorgan Hazard verzichten.

    Der Profi von Borussia Dortmund "wird nicht mit dem Team nach St. Petersburg reisen", teilte der Verband am Sonntag vor dem Abflug zunächst ohne konkrete Begründung mit. Hazard hatte in den ersten beiden Gruppenspielen jeweils in der Startelf gestanden und dabei ein Tor erzielt.

    Wie der Journalist Kristof Terreur berichtet, habe er gegen Dänemark auch einen Schlag aufs Knie abbekommen und am Samstag mit dem Training ausgesetzt. 

    Samstag, 19. Juni 2021

    +++ 09.27 Uhr: Lauterbach kritisiert EM-Spiele in England +++

    Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht die Austragung von EM-Spielen in London kritisch. "Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden", sagte der SPD-Mann bei RTL/ntv: "Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben."

    Nach der Austragung von Gruppen- und Achtelfinalspielen wird das Wembley-Stadion im Juli zum exklusiven Ausrichter dieser paneuropäischen EM: Beide Halbfinals und das Finale sollen in London stattfinden.

    Wie die Tageszeitung The Times allerdings am Freitag berichtete, denkt die UEFA darüber nach, diese Spiele wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der strengen Quarantäneverordnung in England kurzfristig nach Budapest zu vergeben. Noch soll sich der Kontinentalverband aber um Ausnahmeregelungen bemühen, damit Spieler, Offizielle und VIP-Gäste problemlos ein- und ausreisen können.

    Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in dieser Sache nicht unter Druck setzen lassen. "Wir werden alles tun, was notwendig ist, um das Land vor COVID zu schützen", sagte er: "Das wird unsere Priorität sein." Man werde "sehen, ob wir einige vernünftige Zugeständnisse machen können, aber Priorität muss die öffentliche Gesundheit haben."

    Freitag, 18. Juni 2021

    +++ 21.29 Uhr: Allianz Arena in Regenbogenfarben? +++

    München soll anlässlich des EM-Spiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn ein weithin sichtbares Zeichen für Vielfalt und Toleranz in die Welt senden. Das hofft der Stadtrat und hat daher einen von allen Fraktionen unterstützten Antrag eingebracht: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soll sich bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) dafür einsetzen, dass die Außenhülle der Allianz Arena während des Spiels am Mittwoch in Regenbogenfarben leuchtet.

    Auch wird Reiter gebeten, das Rathaus mit Regenbogenfahnen zu beflaggen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Man wolle ein Zeichen setzen für eine bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Es gehe darum, schreiben die Fraktionen, Solidarität mit der LGBTI-Community in Ungarn zu zeigen, "die unter der aktuell verschärften homo- und transphoben Gesetzgebung der ungarischen Regierung zu leiden hat".

    Das ungarische Parlament hatte vor wenigen Tagen ein neues Gesetz beschlossen, das unter anderem verbietet, in Schulen über Homosexualität aufzuklären. Von vielen Stellen wurden daher Rufe nach einer Positionierung laut. So adressierte ARD-Journalist Georg Restle, Leiter des Politmagazins Monitor, den Deutschen Fußball-Bund: "Lieber DFB, in Ungarn soll 'Werbung' für Homosexualität verboten werden. Ihr seid doch so für Diversität. Wie wär es: Eine Regenbogenflagge für jeden Fan im Stadion? Dann kriegt das auch Herr Orban mit."

    DFB-Kapitän Manuel Neuer hatte zuletzt im Spiel gegen Frankreich (0:1) eine Armbinde in Regenbogenfarben getragen.

    +++ 21.18 Uhr: England und Schottland knien gemeinsam +++

    Einigkeit vor der Battle of Britain: Die Erzrivalen England und Schottland haben unmittelbar vor dem Anpfiff des EM-Vorrundenspiels im Wembley-Stadion ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und sind gemeinsam auf die Knie gegangen. Auch Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz (Spanien) machte mit. Die Fans in der Arena quittierten die Aktion mit lautem Applaus und Jubel.

    Englands Spieler hatten bereits vor der EM und beim ersten Spiel gegen Kroatien (1:0) auf diese Art für ein besseres Miteinander geworben. Dabei erhielten sie teils ablehnende Reaktionen der Fans, die weite Kreise zogen. Sogar der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich dazu.

    +++ 20.24 Uhr: Polens Trainer verteidigt Lewandowski +++

    Polens Nationaltrainer Paulo Sousa hat Weltfußballer Robert Lewandowski in Schutz genommen. "Er hat sich für das Team geopfert und alles gegeben, was er konnte. Es geht nicht nur darum, was Robert mit dem Ball geleistet hat, sondern auch ohne", sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem wegweisenden EM-Duell mit Spanien am Freitag in Sevilla.

    Bundesliga-Rekordtorschütze Lewandowski war beim 1:2 zum Auftakt gegen die Slowakei blass geblieben und anschließend in der heimischen Presse in die Kritik geraten.

    Für Sousa ist die öffentliche Bewertung des Angreifers von Bayern München aber zu oberflächlich: "Robert hat unheimlich viel in der Defensive gearbeitet, als wir zu zehnt waren. Er hatte auch eine klare Kopfball-Chance und hat eine gute Chance eingeleitet. Er hat viel gearbeitet, um Räume zu schaffen", lobte der 50-Jährige.

    Das Duell mit Spanien am Samstagabend (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) ist für Polen bereits ein Endspiel. Bei einer Niederlage wäre das Achtelfinale außer Reichweite.

    Sousa will nicht "zu viele Veränderungen" in der Startaufstellung vornehmen. "Wir werden eher die Strategie verändern, da der Gegner ein ganz anderer ist als die Slowakei", kündigte der Portugiese an. Das Ziel müsse sein, gegen die dominanten Spanier aggressiv aufzutreten sowie in Ballbesitz-Phasen zu kommen. Und natürlich: "Wir müssen Tore schießen", forderte Sousa.

    +++ 17.18 Uhr: Rossi reagiert überrascht auf Deschamps-Lob +++

    Der ungarische Nationaltrainer Marco Rossi hat überrascht auf das Lob seines französischen Kollegen Didier Deschamps reagiert. "Ich war überrascht, dass er weiß, wer ich bin", sagte Rossi vor dem Duell gegen Fußball-Weltmeister Frankreich am Samstag: "Aber natürlich freue ich mich darüber. Wir reden immerhin von einem Trainer, der die WM gewonnen hat."

    Deschamps hatte Rossi, der seit 2018 das ungarische Nationalteam trainiert und zuvor bei Klubs in der Slowakei, Ungarn sowie Italien engagiert war, zuvor als "sehr guten Coach" bezeichnet. 

    Vor dem Spiel gegen den Weltmeister drückte Rossi die Erwartungen. "Sie sind die Topfavoriten auf den Titel und können sich auf jemanden verlassen, der nicht von dieser Welt ist", betonte Rossi: "Kylian Mbappe."

    Sein Team müsse eine in jeder Hinsicht "perfekte Leistung" bringen. Die Hitze, es werden bis zu 35 Grad Celsius erwartet, ist eine zusätzliche Herausforderung. "Wir müssen mehr laufen ohne Ball. Das ist schwieriger bei hohen Temperaturen", sagte Rossi.

    Das Auftaktspiel der Gruppe F hatte Ungarn gegen Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo nach drei späten Gegentoren mit 0:3 verloren. "Die letzten Minuten haben Narben hinterlassen", sagte Rossi, aber sein Team dürfe sich jetzt "nicht bemitleiden lassen".

    Am kommenden Mittwoch trifft die DFB-Elf zum Abschluss der Gruppenphase auf Ungarn.

    +++ 16.21 Uhr: Chiellini hofft auf Einsatz im Achtelfinale +++

    Der angeschlagene Giorgio Chiellini, Kapitän der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, hofft auf seine Rückkehr im EM-Achtelfinale. "Ich habe rechtzeitig Schluss gemacht, dies war eine gute Entscheidung", sagte Chiellini.

    Der 36 Jahre alte Abwehrspieler von Juventus Turin war beim 3:0 gegen die Schweiz bereits nach 24 Minuten mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausgewechselt worden und fällt für das Gruppenfinale am Sonntag gegen Wales in Rom aus. Die Squadra Azzurra ist bereits für die K.o.-Runde qualifiziert. Gegen Wales geht es noch um den Sieg in Gruppe A.

    Chiellini absolvierte gegen die Schweiz sein 109. Länderspiel. Er stieg damit zu Italiens Rekordspieler bei EM-Turnieren auf. Es war sein 14. EM-Einsatz für die Squadra Azzurra.

    +++ 8.05 Uhr: EM-Finale in Ungarn statt in England? +++

    Die UEFA plant offenbar das EM-Final-Spiel nach Ungarn zu verlegen. Demnach soll es bei voller Besucher-Kapazität in der Budapester Puskás Aréna stattfinden. Der Grund dafür soll offenbar die Ablehnung der UEFA-Forderung gewesen sein, die Quarantäne für 2500 VIP-Gäste von der englischen Regierung entfallen zu lassen.

    Jetzt sehen sich Alexander Ceferin und Co gefordert, das EM-Finale nach Budapest zu verlegen, welches sie zudem dort mit voller Stadion-Kapazität austragen könnten. Im ursprünglich vorgesehenen Londoner Wembley Stadion dürften hingegen nur 50 Prozent von möglichen 90.000 Besuchern ins Stadion, da im Covid-Mutanten-Gebiet, England, immer noch strenge Kontaktbeschränkungen und damit auch Einschränkungen bei Massenveranstaltungen gelten.

    Bereits das Spiel der heimischen Nationalmannschaft gegen Portugal durfte mit voll ausgelasteter Stadionkapazität im ungarischen Hauptstadt-Stadion ausgetragen werden. Nun könnte dies auch im Final-Spiel am 11. Juli eintreffen. 

    Donnerstag, 17. Juni 2021

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    +++ 19.33 Uhr: Experte fordert Sonderkommision nach Eriksen-Kollaps +++

    Nach dem Zusammenbruch des dänischen Fußballstars Christian Eriksen im ersten EM-Vorrundenspiel gegen Finnland (0:1) hat der Psychologe Professor Andreas Marlovits die Einsetzung eines speziellen Gremiums gefordert, um in solchen Einzelfällen über die Fortsetzung oder einen Spielabbruch zu entscheiden. "Es müsste eigentlich sowas wie eine Sonderkommission für solche Fälle geben, die, wenn sowas passiert, dann entscheidet, wie es weitergeht", sagte er bei MagentaTV.

    Das Schwierige an der Situation sei, "dass es unmittelbar an der Spielstätte passiert ist. Und es nicht etwa ein Auto-Unfall war", betonte Marlovits, der unter anderem auch für Hannover, Bremen und Wolfsburg tätig war. 

    Der Psychologe unterstrich, dass eine Aufarbeitung solcher Erlebnisse für die Spieler sehr wichtig sei: "Wenn man das nicht tut, dann ist das ein großes Problem. Wenn man es aber tut, dann kann man daraus eine enorme Kraft schöpfen."

    Das Spiel war nach dem Kollaps von Eriksen, der auf dem Spielfeld reanimiert werden musste, nach einer Unterbrechung von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) unter Einbindung der beiden Teams fortgesetzt worden. Dies hatte zu heftiger Kritik geführt.

    +++ 18.39 Uhr: Keine Gehirnerschütterung: Pavard laut UEFA ordnungsgemäß behandelt +++

    In der Debatte über die Vorgehensweise von Frankreichs Teamärzten im "Fall Benjamin Pavard" im EM-Spiel gegen Deutschland (1:0) hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) Vorwürfe der Spielervereinigung FIFPro wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen das vor Turnierbeginn vereinbarte Gehirnerschütterungsprotokoll zurückgewiesen. "Wir sind zufrieden, dass Maßnahmen des medizinischen Teams in Übereinstimmung mit dem Protokoll gestanden haben", teilte der Verband am Donnerstag nach dem offiziellen Ausschluss einer Gehirnerschütterung beim Verteidiger des deutschen Meisters Bayern München mit.

    Pavard hatte am vergangenen Dienstag in München laut eigener Aussage in der 59. Minute nach einem heftigen Zusammenprall mit dem deutschen Verteidiger Robin Gosens in der Luft und einem harten Aufprall auf dem Boden das Bewusstsein verloren. Die FIFPro hatte tags darauf kritisiert, dass der 25-Jährige nach kurzer Behandlung wieder auf das Spielfeld zurückgekehrt war, und forderte von der UEFA eine Stellungnahme wegen der mutmaßlichen Missachtung des Gehirnerschütterungsprotokolls. Laut der Selbstverpflichtung aller 24 EM-Teilnehmer soll ein Spieler im Falle eines Verdachts auf eine Gehirnerschütterung zum eigenen Schutz vor Folgeschäden einer solchen Verletzung umgehend ausgewechselt werden. 

    Den UEFA-Angaben zufolge hätten jedoch die französischen Ärzten "weder vor Ort noch nach eingehender Abklärung durch einen renommierten Spezialisten bei einer anschließenden Kontrolle einen Verdacht auf Gehirnerschütterung festgestellt". Vielmehr hätten die Mediziner des Weltmeister-Teams nachträglich auch Pavards Selbstwahrnehmung widersprochen. "Nach den Berichten, die wir von den Mannschaftsärzten erhalten haben, scheint es keine Bewusstlosigkeit gegeben zu haben", erklärte die UEFA. 

    Aufgrund der ärztlichen Entwarnung könnte Pavard am Samstag im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn wieder zur Mannschaft von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gehören. "Er kann sich normal vorbereiten", teilte die UEFA mit.

    +++ 17.59 Uhr: Havertz fordert mehr Mut +++

    Kai Havertz hat einen selbstbewussteren Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in ihrem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Portugal gefordert. "Uns hat ein bisschen der Mut gefehlt im letzten Drittel. Wir haben den Pass nach hinten gesucht, anstatt ins Eins-gegen-Eins zu gehen", sagte Havertz im ZDF nach dem Fehlstart gegen Weltmeister Frankreich (0:1).

    Der Siegtorschütze des Champions-League-Endspiels bot dabei eine schwache Leistung. Die deutsche Offensive mit Havertz, Thomas Müller und Serge Gnabry strahlte kaum Torgefahr aus. "Es ist kein Tor entstanden, daher können wir nicht zufrieden sein. Wir dürfen den Kopf aber nicht in den Sand stecken, da wir offensiv eine sehr hohe Qualität haben", sagte Havertz.

    Eine besondere Belastung vor dem Spiel gegen Portugal in München am Samstag verspürt der 22-Jährige nicht. "In den letzten zwei, drei Jahren war bei der Nationalmannschaft immer Druck auf dem Kessel", sagte Havertz. Zuversichtlich stimme ihn der "ungemeine Wille", der in der DFB-Auswahl entstanden sei.

    +++ 17.25 Uhr: DFB-Verteidiger fällt aus +++

    Bundestrainer Joachim Löw muss für mindestens acht Tage auf Lukas Klostermann verzichten. Der Leipziger zog sich am Mittwoch eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu und trainierte am Donnerstag in Herzogenaurach nicht mit. Nach SPORT1-Informationen zog er sich einen Muskelfaserriss zu, zuerst hatte der kicker berichtet.

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    +++ 10.05 Uhr: Eriksen wird Defibrillator implantiert +++

    Seit seinem dramatischen Zusammenbruch im EM-Auftaktspiel der dänischen Nationalmannschaft fragen sich die Fußball-Fans: Wie geht es mit Christian Eriksen weiter? 

    Nun steht fest, dass sich der Superstar von Inter Mailand nach seinem Herzstillstand auf dem Spielfeld einem operativen Eingriff unterziehen muss. Wie der dänische Verband DBU am Donnerstag in einem offiziellen Statement bekannt gab, wird dem 29-Jährigen ein implantierbarer Defibrillator (ICD) eingesetzt. 

    "Nachdem bei Christian diverse Herz-Untersuchungen durchgeführt wurden, ist man zu der Entscheidung gekommen, dass er einen ICD haben sollte. Dieses Gerät ist nach einer Herz-Attacke wegen Rhythmusstörungen notwendig", hieß es in der Mitteilung. 

    Eriksen habe die Entscheidung der Mediziner akzeptiert. Nationale und internationale Experten hätten zu dem Schritt geraten. Der Mittelfeldspieler war beim Spiel gegen Finnland am Samstag kollabiert, nach einem Herzstillstand musste er reanimiert werden. 

    +++ 8.44 Uhr: Sommer reist ab +++

    Yann Sommer reiste direkt nach dem 0:3 gegen Italien ab - die Schweiz muss nun vorerst ohne ihren erfahrenen Stammkeeper auskommen. 

    Grund ist nicht etwa ein tragisches Ereignis, sondern vielmehr ein freudiges: Der 32-Jährige will bei der Geburt seines zweiten Kindes dabei sein. Seine Frau Alina erwartet ein Mädchen. 

    Aus diesem Grund packte Sommer nach der Klatsche gegen die Italiener schnell seine Koffer und düste Richtung Flughafen. Von Rom aus ging es direkt nach Köln, dort wartet Alina bereits im Krankenhaus. 

    Wann der Torwart von Borussia Mönchengladbach den Schweizern wieder zur Verfügung steht, ist noch offen. Im letzten Gruppenspiel am Sonntag steht die Schweiz in Baku gegen die Türkei bereits mit dem Rücken zur Wand. Sommer könnte dabei schon wieder zwischen den Pfosten stehen. 

    Mittwoch, 16. Juni

    +++ 21.48 Uhr: Autobombenfund vor EM-Spiel +++

    Schockmoment bei der EM 2021!

    Vor dem Duell zwischen Italien und der Schweiz in der Gruppe A wurde in der Nähe des Stadio Olimpico eine Autobombe entschärft, wie die Corriere dello Sport vermeldete.

    Gegen 17.40 Uhr wurde die Polizei über ein verdächtiges Auto in der Via Tito Spiri im Stadtteil Prati informiert. Allerdings soll der Vorfall nicht mit der Europameisterschaft in Verbindung stehen, wie die UEFA per Pressemitteilung ihres außerordentlichen Kommissars der UEFA Euro 2020 verkünden ließ: "Die Nachricht über ein rudimentäres Gerät, das wenige Kilometer vom Olympiastadion in einem Auto zurückgelassen wurde, hat in keiner Weise mit der Fußball-Europameisterschaft zu tun, sondern es handelt sich um eine private Angelegenheit."

    Es gab keine Explosion und die Ermittlungen dauern noch an. Aber das Auto soll dem kommunistischen Politiker Marco Andrea Doria (63) gehören. Laut Polizei soll der Sprengsatz aus Schießpulver und Bolzen sprengfähig gewesen sein.

    Die Bürgermeisterin von Rom, Virginia Raggi, drückte per Twitter bereits ihre Solidarität für den Politikkollegen aus.

    +++ 13.45 Uhr: Harsche Kritik an Schweizer Stars +++

    Der Schweizer EM-Auftakt lief nur mäßig. Am Ende stand ein ernüchterndes 1:1 gegen Wales.

    Ganz anders sieht es bei den Frisuren aus. Denn dort haben gleich zwei Schweizer Stars mächtig gezaubert. Granit Xhaka und Manuel Akanji tragen jetzt Blond - und präsentieren das über Social Media der ganzen Welt.

    Was sie vielleicht nicht ahnten: Die Aktion ging in Schweizer Kreisen mächtig schief. So schrieb der Blick, die ganze Sache sei "an Naivität schwer zu übertreffen".

    Die Generation habe sich "von der Basis, von den normalen Menschen weit entfernt. Sie zeigt ein Verhalten, wie sie für den normalen Fan, für den Mensch von der Strasse nicht nachzuvollziehen ist."

    Tatsächlich ließen Xhaka und Akanji den Friseur sogar extra ins Trainingslager nach Rom einfliegen; ein Umstand, den der Blick allein mit dem Wort "peinlich" quittierte.

    Den Schweizer Berichterstattern ebenfalls ein Dorn im Auge: die luxuriösen Schlitten der Stars, mit denen sie zum Trainingslager gekommen waren, und das Stechen von EM-Tattoos an den freien Wochenenden.

    Inwieweit diese Aktionen Einfluss auf das Spieler der Schweizer haben, wird sich am Mittwoch erweisen, wenn die Schweiz in Rom auf Italien trifft. (EM: Italien - Schweiz, Mittwoch ab 21.00 Uhr im LIVETICKER)

    +++ 12.38 Uhr: Paraglider drohte der Abschuss +++

    Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger.

    Das Polizeipräsidium München teilte am Mittwochmorgen mit, dass es gegen den 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg wegen "verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Luftverkehrsgesetz" ermittle.

    Bei der Aktion wurden nach Polizeiangaben zwei Männer am Kopf verletzt, die zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurden.

    Lesen Sie hier, warum dem Paraglider sogar der Abschuss durch die bayerische Polizei gedroht hatte.

    +++ 12.27 Uhr: Pavard verrät: War ausgeknockt +++

    Schrecksekunde beim EM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft: Frankreichs Benjamin Pavard wurde in der zweiten Halbzeit am Kopf getroffen und musste behandelt werden.

    Wie sich jetzt im Nachhinein herausstellte, war der Bayern-Profi sogar kurz bewusstlos.

    "Ja, ich habe richtig was abbekommen", erklärte Pavard beim Sender beIN Sports: "Ich war zehn, 15 Sekunden mehr oder weniger ausgeknockt." 

    Ausgangspunkt der Aktion war ein Zusammenstoß zwischen Robin Gosens und Pavard, als der Franzose versucht hatte, eine Flanke im eigenen Strafraum abzufangen. Gosens traf seinen Gegenspieler hart mit der Hüfte. Danach musste Pavard mehrere Minuten von den Betreuern am Kopf behandelt werden.

    Anschließend konnte der Verteidiger jedoch ohne sichtbare Probleme weiterspielen und stand die volle Spielzeit auf dem Rasen.

    Über den Auftaktsieg seiner Franzosen zeigte sich Pavard nach der Partie glücklich: "Wir haben gegen ein starkes Deutschland mit viel Ballbesitz gespielt, aber wir standen defensiv und offensiv sehr gut und haben als Einheit gespielt." (Ergebnisse und Spielplan der EM)

    Dass der 25-Jährige jedoch überhaupt weiterspielte und nicht ausgewechselt wurde, kritisierten einige Nutzer in den sozialen Medien. Erst am Samstag hatten alle 24 Mannschaften der EM eine "Charta für Gehirnerschütterungen" unterschrieben, in der sie sich verpflichten, die Versorgung der Spieler zu verbessern. 

    In dieser ist unter anderem Folgendes festgehalten: "Bei Kopfverletzungen und/oder Verdacht auf Gehirnerschütterung sollte der Mannschaftsarzt die UEFA schriftlich informieren, bevor der Spieler wieder spielt oder trainiert." Die UEFA äußerte sich bislang nicht zu dem Fall von Pavard.

    +++ 11.38 Uhr: Zweiter Einsatz für deutschen Schiri +++

    Schiedsrichter Daniel Siebert hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) bei seiner EM-Premiere offenbar überzeugt. Der Berliner Unparteiische darf am Freitag (15.00 Uhr) in St. Petersburg beim Duell in der Gruppe E zwischen Schweden und der Slowakei schon wieder an die Pfeife. Das teilte die UEFA am Mittwoch mit. 

    Dem 37-Jährigen stehen wie schon am vergangenen Montag in Glasgow beim Spiel Schottland gegen Tschechien (0:2) seine Assistenten Jan Seidel (Oberkrämer) und Rafael Foltyn (Wiesbaden) zur Seite. Auch der Video-Assistent ist ein bekanntes Gesicht: Marco Fritz (Korb) wird vor den Monitoren sitzen.

    Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

    Dass Siebert für die EM ausgewählt wurde, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Der Referee wird im Gegensatz zu anderen deutschen Unparteiischen nicht in der Elite-Gruppe der UEFA geführt. Beim tschechischen Sieg in Glasgow zeigte Siebert eine gute Leistung, leitete das Spiel großzügig und kam ohne eine Gelbe Karte aus. 

    Neben Siebert ist aus Deutschland außerdem der erfahrene Felix Brych (München) als Hauptschiedsrichter bei der paneuropäischen EM im Einsatz. Der 45-Jährige leitete bislang eine Partie: Das 3:2 der Niederlande am vergangenen Sonntag gegen die Ukraine in Amsterdam.

    +++ 11.10 Uhr: Ronaldo lässt Coca-Cola-Aktie sinken +++

    Den Taten und Worten von Cristiano Ronaldo folgen auf der ganzen Welt zahlreiche Menschen.

    Nun erhielt der Superstar auch für eine unerwartete Aktion auf einer Pressekonferenz große Aufmerksamkeit. 

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    Ronaldo entfernte am Montag auf der PK vor dem EM-Auftakt von Portugal gegen Ungarn zwei Flaschen Coca-Cola auf dem Podium aus seinem Sichtfeld. Zusätzlich sagte der Portugiese deutlich "Wasser" ins Mikrofon. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

    So lag die Coca-Cola-Aktie vor der Aktion von Ronaldo noch bei 56,10 Dollar. Wenig später, nachdem der Portugiese die Flaschen aus dem Kamerabereich gestellt hatte, sank die Aktie auf ein Tief von 55,22 Dollar. Insgesamt reduzierte sich der Wert der Marke damit von 242 Milliarden Dollar auf 238 Milliarden.

    Allzu große Sorgen dürfe sich der Konzern wohl jedoch nicht machen. Zu Beginn der Coronapandemie lag der Aktienkurs zeitweise bei 38,30 Dollar. Dazu ist der jetzige Kurseinbruch im Vergleich nur eine Lappalie.

    Für die Cola-Marke schien dies sogar finanzielle Auswirkungen zu haben. Genauer gesagt kostete sie dem Unternehmen offenbar rund vier Milliarden US-Dollar.

    +++ 9.47 Uhr: Polizei ermittelt gegen Paraglider +++

    Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger.

    Das Polizeipräsidium München teilte am Mittwochmorgen mit, dass es gegen den 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg wegen "verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Luftverkehrsgesetz" ermittle. Bei der Aktion wurden nach Polizeiangaben zwei Männer am Kopf verletzt, die zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurden.

    Der Mann war am Dienstagabend unmittelbar vor dem Anpfiff der Begegnung mit Weltmeister Frankreich auf dem Rasen der Münchner Arena gelandet. Auf seinem gelben Gleitschirm war ein Schriftzug der Umweltorganisation Greenpeace zu lesen.

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    Der Aktivist hatte mit seinem Schirm die Kabel der über dem Spielfeld aufgehängten Kamera berührt, nach seiner Landung wurde er festgenommen und das Fluggerät sichergestellt.

    Das Polizeipräsidium München betonte, "dass es keinerlei Verständnis für solche unverantwortlichen Aktionen gibt, bei denen eine erhebliche Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen wird".

    Jens Grittner, Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), verurteilte die Aktion nach dem Spiel. "Derjenige hat nicht nur sich und andere gefährdet und verletzt", sagte er: "Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, der Vorgang wird von den Behörden und der UEFA geprüft. Das hätte weitaus schlimmer ausgehen können."

    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) bezeichnete das Vorhaben als "rücksichtslos" und "gefährlich". Greenpeace entschuldigte sich am Dienstagabend bei Twitter.

    +++ 8.45 Uhr: 22 Millionen sehen DFB-Auftakt +++

    Das Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM hat dem ZDF am Dienstagabend eine herausragende Quote beschert. 22,55 Millionen Zuschauer sahen die erste Halbzeit bei der 0:1-Niederlage der DFB-Elf gegen Frankreich, das bedeutete einen Marktanteil von 67,4 Prozent.

    Nach der Pause und dem heute journal waren noch immer 21,22 Millionen dabei (MA 63,0).

    Die erste Partie des Tages zwischen Ungarn und Portugal (0:3) verfolgten 6,44 Millionen (MA 34,4).

    +++ 6.34 Uhr: Frankreich von DFB-Team beeindruckt +++

    Der Fußball-Weltmeister Frankreich hat sich nach seinem EM-Auftaktsieg gegen die deutsche Nationalmannschaft vom Gegner beeindruckt gezeigt.

    "Es war ein großes Spiel gegen eine starke deutsche Mannschaft. Ein großes Gefecht", sagte Nationaltrainer Didier Deschamps nach dem 1:0 (1:0) in München.

    Das Duell, erklärte Deschamps, "hätte auch ein Halbfinale oder Finale sein können". Sein Mittelfeldstar Paul Pogba lobte das Team von Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls: "Immerhin war das Deutschland", sagte er, "da muss ich nicht viel zu sagen: ein starkes Team, das uns jede Menge Probleme bereitet hat."

    Ein Eigentor von Rückkehrer Mats Hummels (20.) hatte das Spiel der Gruppe F entschieden.

    Dienstag, 15. Juni

    +++ 13.39 Uhr: Russlands Schirkow droht EM-Aus +++

    Für den russischen Linksverteidiger Juri Schirkow könnte die EM-Endrunde schon nach dem ersten Spiel beendet sein. Diese Befürchtung äußerte Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow einen Tag vor dem zweiten Gruppenspiel der Sbornaja am Mittwoch (15.00 Uhr) in St. Petersburg gegen Finnland.

    Schirkow (37) hatte sich im Auftaktduell gegen Belgien (0:3) früh verletzt und musste ausgewechselt werden.

    Man habe zudem weitere Spieler, "die fraglich sind", ergänzte Tschertschessow am Dienstag: "Da muss man sehen wie sie sich nach dieser Nacht fühlen."

    +++ 10.54 Uhr: Hjulmand verschärft Kritik an UEFA +++

    Der dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand hat seine Kritik an der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach der Fortsetzung des Spiels gegen Finnland (0:1) nochmals verschärft.

    "Ich denke, es war nicht richtig, uns vor diese zwei Optionen zu stellen", sagte der 49-Jährige auf einer Pressekonferenz am Dienstag: "Gute Führung steht nicht in irgendwelchen Büchern. Es hätte kein Fußball gespielt werden dürfen."

    Bislang hatte der ehemalige Mainzer Coach stets betont, dass es keinen Druck vonseiten der UEFA gegeben habe. Nun ruderte er zurück. "Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler und wir, die uns nahe standen, in diesem Dilemma unter Druck gesetzt wurden", führte Hjulmand aus: "Auf jeden Fall ist es völlig falsch zu glauben, dass wir gekommen sind und gesagt haben, dass wir gerne weiterspielen würden."

    Der Dachverband hatte den Spielern neben einer unmittelbaren Spielfortsetzung nur eine Neuansetzung am Folgetag um 12.00 Uhr angeboten. Es gehe ihm mit seiner Kritik nicht darum, im Nachhinein "einen Ausgleich oder gar einen Punkt" zu bekommen. Er wolle damit bezwecken, dass nach dem dramatischen Kollaps von Christian Eriksen ein Lerneffekt eintrete, sagte Hjulmand. 

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    Auch die dänischen Spieler hatten die Fortsetzung der Partie sowie die Entscheidungsfindung bereits harsch kritisiert. "Es war keine Situation, in der wir hätten landen sollen. Es hätten andere Leute diese Entscheidung treffen müssen", sagte Torhüter Kasper Schmeichel. Angreifer Martin Braithwaite ergänzte: "Natürlich hätte es nicht so sein sollen. Wenn man so etwas erlebt hat, geht man nicht raus und spielt ein Fußballspiel."